Andris Nelsons
Dirigent und Gewandhauskapellmeister

Er verbindet Kontinente, ist Grammy-Gewinner, einer der gefragtesten und innovativsten Dirigenten weltweit und seit Februar 2018 neuer Gewandhauskapellmeister. Bei den Leipziger Gesprächen gibt Andris Nelsons Einblick in sein Leben: die Liebe zur Musik, sein Verhältnis zu Leipzig und wie es ist, Chefdirigent zweier großer Orchester in Europa und den USA zu sein.

Lebenslauf

1978 als Kind einer Musikerfamilie im lettischen Riga geboren, begann Andris Nelsons seine Karriere als Trompeter, bevor er Dirigieren studierte. Im Jahr 2003 wurde er mit nur 24 Jahren musikalischer Leiter der Lettischen Staatsoper. Sein Weg führte ihn weiter nach Herford zu Nordwestdeutschen Philharmonie und zum City of Birmingham Symphony Orchestra.

Nachdem Andris Nelsons seine Tätigkeit als Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra zur Saison 2014/15 aufgenommen hatte, kam im Februar 2018 ein weiteres renommiertes Amt hinzu: Zeitgleich zu den Feierlichkeiten anlässlich des 275-jährigen Bestehens des Gewandhausorchesters wurde er 21. Gewandhauskapellmeister und folgte damit großen Namen wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Arthur Nikisch oder Kurt Masur. Das Gewandhausorchester war ihm da bereits vertraut: 2011 hatte er in Leipzig sein Debüt gegeben und war in den Folgejahren regelmäßig hierher zurückgekehrt. Bereits im April 2018 brachen Nelsons und das Gewandhausorchester zu ihrer ersten Europatournee auf.

Mit dem Boston Symphony Orchestra erhielt Andris Nelsons 2016 den Grammy Award in der Kategorie „Beste orchestrale Ausführung 2015“ für das Album mit Schostakowitschs 10. Sinfonie. Die im Frühjahr 2017 erschienene Aufnahme von Bruckners 3. Sinfonie mit dem Gewandhausorchester wurde mit dem niederländischen Edison Klassiek Award ausgezeichnet.

 

Am 17. Dezember 2018 ist er zu Gast bei den Leipziger Gesprächen im Mediencampus Villa Ida, Poetenweg 28, 04155 Leipzig.