Prof. Dr. Michael Naumann
(Journalist, Politiker, Publizist)

Er war unter Gerhard Schröder der erste Kulturstaatsminister, zuvor Verleger in Deutschland und in den USA, später Chefredakteur und Herausgeber der ZEIT. Michael Naumann hat viel gesehen und viel erlebt. Doch was er auch tat, immer begleitete ihn die Leidenschaft für Kunst, Kultur und Literatur. Am 7. Mai 2018 ist er zu Gast bei den Leipziger Gesprächen im Mediencampus Villa Ida, Poetenweg 28, 04155 Leipzig.

 

Lebenslauf:

Michael Naumann, geboren am 08.12.1941 in Köthen, studierte Politische Wissenschaft, Philosophie und Geschichte in Marburg und München, bevor er 1969 mit einer Arbeit über Karl Kraus promovierte. Nach einem Studienaufenthalt von 1976–78 am Queen’s College in Oxford habilitierte er sich mit einer Studie über den „Strukturwandel des Heroismus.“ In den 1970er und 80er Jahren arbeitete er als Redakteur verschiedener Zeitungen wie der ZEIT und des Magazins SPIEGEL, wo er das Auslandsressorts leitete.

Schließlich wechselte Michael Naumann ins Verlagswesen: Zwischen 1985 und 1995 war er zunächst Leiter der ROWOHLT Verlage und danach von HENRY HOLT in New York. Nachdem Bundeskanzler Gerhard Schröder ihn 1998 zum ersten Staatsminister für Kultur und Medien berufen hatte, war er von 2001 bis 2010 Chefredakteur, später Herausgeber der ZEIT, dann, bis 2012, Chefredakteur der Zeitschrift „Cicero“. Heute ist Naumann  Rektor der Barenboim-Said Akademie in Berlin sowie Honorarprofessor an der Humboldt Universität Berlin. 

2017 legte Michael Neumann mit „Glück gehabt. Ein Leben.“ sein Autobiografie vor.