1989, als ein Großteil der Mitglieder die SED verließ, trat sie in die Partei ein. Mittlerweile ist Sahra Wagenknecht eines der bekanntesten Gesichter der LINKEN. Mit ihren teils liberalen Ansichten in wirtschaftspolitischen Fragen rund um die Finanz- und Eurokrise wie auch ihrer Haltung zur DDR-Geschichte und zum Stalinismus sorgt sie innerhalb und außerhalb der Partei immer wieder für Diskussionen.

 

Lebenslauf

Sahra Wagenknecht wurde 1969 in Jena geboren, wo sie zunächst bei ihren Großeltern aufwuchs. Mit Schulbeginn zog sie zu ihrer Mutter nach Ostberlin. Wegen ungenügender „Aufgeschlossenheit fürs Kollektiv“ wurde ihr in der DDR ein Studium verweigert. Trotzdem bekannte sich Sahra Wagenknecht schon damals zum Kommunismus und trat 1989 sogar in die SED ein, auch wenn sie durchaus Reformbedarf in der DDR sah. Nach der Wende studierte sie von 1990 bis 1996 Philosophie und Neuere Deutsche Literatur in Jena, Berlin und Groningen (Niederlande). In dieser Zeit wurde sie aktives Mitglied des Parteivorstandes der PDS, aus der 2007 schließlich DIE LINKE wurde. Seit Oktober 2015 bildet sie zusammen mit Dietmar Bartsch die Fraktionsspitze im Deutschen Bundestag.

Besonders die Sozial- und Wirtschaftspolitik liegt Sahra Wagenknecht am Herzen, so promovierte sie 2012 zum Thema „Die Grenzen der Wahlfreiheit. Sparentscheidungen und Grundbedürfnisse in entwickelten Ländern“. Ihre Bücher, wie zuletzt „Freiheit statt Kapitalismus“ und „Reichtum ohne Gier“, finden nicht nur in der Fachwelt Anklang.

Dr. Sahra Wagenknecht ist seit 2014 mit dem Politiker Oskar Lafontaine (ebenfalls DIE LINKE) verheiratet und wohnt mit ihm im Saarland.